14.06.2014 - 31.08.2014

Suckstract II
Galerie der Stadt Remscheid

Ralf Dereich, Dani Jakob, Shila Khatami, Henry Kleine, Daniel Lergon, Julie Oppermann, Max Schulze, Anja Schwörer, Gabriel Vormstein, Michaela Zimmer

http://suckstract.blogspot.de

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Suckstract II
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Oliver Zybok

Abstraktion in der Malerei hat Konjunktur. Nachdem zu Beginn der letzten Dekade vornehmlich die sogenannte figurative Malerei nach langer Zeit der Verschmähung wieder ein größeres öffentliches Interesse erhalten hat, liegt der Fokus in den vergangene Jahren vermehrt auf abstrakten Varianten, die freien Gestus und geometrische Strukturen gleichermaßen vereinen. Nachdem sich bereits zahlreiche Ausstellungen dem Thema der Abstraktion in einer Art Überblick zugewandt haben, beschäftigt sich die Präsentation „Suckstract“ mit der Frage, was denn der Begriff „Abstraktion“ überhaupt bedeutet.

Die zehn Malereipositionen der Ausstellung „Suckstract“ fokussieren den Blick auf ein wesentliches Moment der Abstraktion: die Reduktion von Form und Material. Gleichzeitig visualisieren sie die vielfältigen Möglichkeiten von Oberflächenbeschaffenheiten, von textilen Strukturen bis hin zu jenen, die Anleihen des Digitalen aufweisen – von pragmatischer Reduktion, über emotionale Setzungen bis zu ironischen Zitaten kombiniert diese Gruppenausstellung verschiedene Konzeptionen und Bearbeitungen von Abstraktion. Zudem veranschaulichen einige Positionen eine Entwicklung, die der Malerei insgesamt aus ihrer medialen Isolation verholfen hat: das Einbinden skulpturaler Elemente, das ihr eine raumgreifende Aufmerksamkeit zuspricht. Die Wortschöpfung „Suckstract“ beschreibt den dadurch entstehenden visuellen „Sog“ bzw. „Wirbel“, und hebt die mediale Vielfalt in den malerischen Auseinandersetzungen der Gegenwart hervor.

 

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Suckstract II
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Oliver Zybok

Abstraction in painting is booming. After the so-called figurative has notably received greater public interest in the beginning of the last decade, it is abstract variants that combine free gesture and geometric structures alike that have increasingly attracted attention over the past few years. Whereas numerous exhibitions focused on overviews on the theme of abstraction, "Suckstract" rather revolves around the meaning of the term abstraction itself.

The work in this show focuses on reduction of form and material as an essential element of abstraction. At the same time it shows a variety of possible surface textures, from textile structures to those related to the digital. This group show combines different concepts and realisations of abstraction, from pragmatic reduction to emotional placements and ironic quotes. There is also work that integrates sculptural elements, helping painting out of its medial isolation, and rewarding it with spatial attention. The neologism "Suckstract" describes the visual "pull" or "vortex" resulting from this approach and highlights the variety of media in contemporary painting.

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Installationsansicht Fotos: Simon Vogel